ETF

Ein börsengehandelter Fonds[1][2] (englisch exchange-traded fund, ETF) ist ein Investmentfonds, der an einer Börse gehandelt wird. Er wird im Normalfall nicht über die emittierende Investmentgesellschaft, sondern über die Börse am Sekundärmarkt erworben und veräußert.[3]:2 Die meisten börsengehandelten Fonds sind passiv verwaltete Indexfonds.

Diese Vorteile bieten ETFs

Ein aktiv verwalteter Fonds kann mehr oder weniger Erträge abliefern als sein Vergleichsindex. Das hängt davon ab, wie erfolgreich der Manager bei seiner Titelauswahl war. Der Indexfonds ist in dieser Hinsicht besser kalkulierbar. Er bietet dem Anleger praktisch exakt die Wertentwicklung der Marktmesslatte.

Außerdem kann ein aktiver und klassischer Fonds nur einmal am Tag bei der ausgebenden Investmentgesellschaft geordert oder an sie zurückgegeben werden. Dieser Fonds ist nicht börsennotiert.

Beim ETF dagegen hat der Anleger mehrere Vorteile. Seine Order kann an der Börse zum aktuellen Indexwert sofort ausgeführt werden. Und der Auftraggeber kennt den Ausführungspreis. Im Gegensatz zum klassischen Fonds wird ein ETF gehandelt wie eine Aktie.

Es gibt keinen Ausgabeaufschlag, und die laufenden Gebühren sind deutlich geringer.

Praktisch alle großen Börsen wickeln Geschäfte mit Indexfonds ab. Sogenannte Market Maker, meist Banken oder unabhängige Handelshäuser, stellen Ankaufs- und Verkaufspreise für einzelne ETFs. Auf dieser Basis werden eingehende Orders abgewickelt. Die Market Maker können ihre Preise gut kalkulieren, da die Zusammensetzungen der einzelnen Indizes bekannt sind, daher auch der aktuelle Indexwert.

Der Wert eines ETFs ergibt sich aus dem Gesamtwert aller enthaltenen Wertpapiere, geteilt durch die Anzahl der umlaufenden Fondsanteile. Für die beliebten Sparpläne mit regelmäßigen und konstanten Einzahlbeträgen erwirbt der Käufer dann auch Bruchteile eines ETFs.

Was in ETFs drin ist

Viele ETFs besitzen tatsächlich alle Werte mit den entsprechenden Anteilen wie auch der zugrunde liegende Index. Die Finanzexperten sprechen von Vollreplikation. Es gibt jedoch Ausnahmen. In manchen Fällen hat die Messlatte so viele Index-Mitglieder, dass die Anbieter die Messlatte mit einer kleineren Zahl von Titeln nachbilden, die dennoch möglichst genau den Indexertrag liefern sollen. Erfahrungsgemäß gelingt das. Bei einem Dax-ETF beispielsweise mit nur 30 Aktien ist das jedoch nicht nötig.

In manchen Fällen rücken die Anbieter auch vollständig von der Nachbildung ab. Sie gehen dann eine Tauschvereinbarung mit einer Bank ein, einen sogenannten Swap. Das hat Kostenvorteile für den Fonds. Der ETF kann dann ganz andere Papiere besitzen, als der Index es vorgibt. Dieser Korb von Titeln dient als Sicherheit. Und die Bank garantiert, dass sie jederzeit den Indexertrag liefert.

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