Hege Fonds

 

 

 

 

 

 

Ein Hedgefonds (englisch hedge fund, von englisch to hedge [hɛdʒ] für absichern) ist ein aktiv verwalteter Investmentfonds, der durch das Eingehen hoher Risiken überdurchschnittliche Renditen gegenüber dem Vergleichsmaßstab (englisch benchmark) erzielen will. Die Hedgefonds bilden eine sehr heterogene Gruppe innerhalb der Investmentfonds. Sie verfolgen unterschiedliche Anlagestrategien und können diese mit einer breiten Palette an Finanzinstrumenten umsetzen, darunter auch Derivate, Leerverkäufe, Arbitragetechniken und Hebelungen durch Aufnahme von Fremdkapital.

Ungeachtet ihrer irreführenden Bezeichnung, die eigentlich auf Risikoabsicherungsstrategien hindeutet (ein Hedgegeschäft dient üblicherweise der Risikoabsicherung), sind Hedgefonds für den Anleger hochriskant. Manche Hedgefonds versuchen über Fremdfinanzierung eine höhere Eigenkapitalrendite zu erwirtschaften (Hebelwirkung oder Leverage-Effekt); einige Hedgefonds nutzen auch nur zeitweise Fremdkapital. Viele angelsächsische Hedgefonds entsprechen eher einem geschlossenen Fonds als einem offenen Investmentfonds

Sitz und Rechtsform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Hedgefonds sind an Offshore-Finanzplätzen registriert; in der AIFM-Richtlinie ist jedoch geregelt, dass das Fondsdomizil für in der Europäischen Union ansässige Manager keine Rolle spielt. Einer Regulierung unterliegt der Hedgefonds in diesem Falle trotzdem. Die Gründe für die Wahl eines Offshore-Finanzplatzes sind zum einen steuerlicher Natur, liegen andererseits aber auch in den geringeren Einschränkungen durch die jeweiligen Kapitalmarkt-Gesetzgebungen, was die in den Fonds erlaubten Finanzinstrumente betrifft. Die britische Finanzmarktaufsicht FCA berichtete in ihrem Hedge Fund Survey June 2015, dass 69 Prozent der Hedgefonds auf den Kaimaninseln, 10 Prozent in Irland, 8 Prozent in den USA, 5 Prozent auf den Britischen Jungferninseln und die restlichen 9 Prozent auf den Bahamas, auf Guernsey und in Luxemburg beheimatet sind.[1]

Angelsächsische Hedgefonds sind Unternehmen und entsprechen in mancher Hinsicht eher einem geschlossenen Fonds. Investoren erwerben Anteile an diesen Unternehmen. Die Rechtsform entspricht als limited partnership (LP) oder limited liability partnership (LLP) einer deutschen KG oder als limited liability company einer GmbH. Es gibt in der LLP einen oder mehrere Hedgefondsmanager, die mit ihrem privaten und geschäftlichen Vermögen haften, und Investoren, die Anteile an diesen Unternehmen kaufen. Oft ist der offizielle Sitz eines solchen Hedgefonds eine Steueroase (75 Prozent auf den Kaimaninseln[5]), und der Manager sitzt in einem Finanzzentrum (etwa London, New York).

Fondsmanager

Der Erfolg eines Hedgefonds ist in hohem Maße abhängig vom Geschick des Fondsmanagers und der Qualität der von ihm verwendeten finanzmathematischen/ökonometrischen Modelle, die beispielsweise auf dem Black-Scholes-Modell aufbauen. Die Vorgehensweise des Fondsmanagers gleicht durch das hohe Maß an Risiko bzw. Spekulation einer Wette. Die Aufnahme von Fremdkapital bis zu einem Mehrfachen des Eigenkapitals ist üblich, um die Rendite noch mehr zu steigern (Leverage-Effekt). Von Fondsmanagern wird erwartet, dass sie sich an dem Fonds beteiligen und gegebenenfalls persönlich haften. Im Gegenzug werden die Manager sehr gut bezahlt, es wird oft von der 2/20 Regel gesprochen. Hierunter werden 2 Prozent Verwaltungsgebühr (vom Fondsvolumen) und 20 Prozent Gewinnbeteiligung verstanden.

Hedgefonds-Strategien

 

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